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ERWARTE DAS BESTE. ODER LIEBER NICHT?

• ERWARTE DAS BESTE. ODER LIEBER NICHT? •

Was erwartet Ihr Euch? Von Eurer Familie, Euren Freunden, dem Partner? Oder vom Sommer, vom Urlaub, vom Leben? Schon mal darüber nachgedacht? Ich bin mir sicher, jeder von uns kann ein paar Dinge aufzählen, mit denen er oder sie fix rechnet. Was aber passiert, wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden? Wenn’s am Hochzeitstag regnet oder man nicht das bekommt, was man doch eigentlich „verdient“.

Man wird zuerst traurig, weil ein Wunsch nicht in Erfüllung gegangen ist. Und dann auch ganz schnell wütend. Schimpft auf die Ungerechtigkeit, die einem widerfährt und entwickelt Groll gegen Menschen, die sich nicht so verhalten, wie sie das gefälligst zu tun haben. Weil einem das ja schließlich zusteht, nur gerecht wäre.

Merkt ihr etwas? Dinge zu erwarten, bedeutet die Macht über das eigene Glück abzugeben. An jemand anderen oder gleich an so etwas Abstraktes wie das Universum oder das Schicksal. Etwas oder jemand anderes hat dafür zu sorgen, dass mein Leben schön ist. Und wenn es das dann nicht ist, bin ich sauer. Auch noch zu recht. Ich bin ja das Opfer. Wenn man es aus der Perspektive betrachtet, klingt es gleich total absurd.

Aber soll man sich jetzt gar nichts mehr wünschen? Nein, natürlich soll man noch Träume haben. Aber besser wäre, sein eigenes Lebensglück nicht davon abhängig zu machen, ob sie auch in Erfüllung gehen. Lieber selbst in die Hand nehmen, ob es einem gut geht oder nicht. Sich vom Partner trennen, wenn es einfach nicht klappt, und mit jemand anderem glücklich werden. Wissen, dass man einen guten Job macht und Erfolge mit Kollegen feiern, anstatt immer auf die Wertschätzung vom Chef warten, die der vielleicht einfach nicht ausdrücken kann. Oder die romantischste Regenhochzeit feiern, die man sich vorstellen kann.

 

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