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DIE WEIBLICHE KRAFT IN DER WELT

DIE WEIBLICHE KRAFT IN DER WELT

Normalerweise bin ja ich diejenige, die Kuse gibt, Stunden anleitet und ihr Wissen weitergibt. Aber auch oder gerade dann ist es finde ich wichtig, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Frau muss sich weiterbilden oder einfach einmal etwas für sich selbst tun.

Das habe ich letzte Woche gemacht. Ich war auf zwei wundervollen Veranstaltungen. Im Vorfeld besonders gefreut habe ich mich auf das erste „Urban Retreat“ von „her collective“, das die Yogalehrerinnen Valerie Junger und Evelyne Zemplenyi ins Leben gerufen haben. „her collective“ steht für eine neue Weiblichkeit und das Verbinden von Frauen. Wer mich kennt weiß, dass dieser Gedanke mich ganz besonders anspricht. Und ich war total neugierig, wie sich das in einem Nachmittag voller Yoga, Meditation und Präsenz in einer Gruppe von Frauen ausdrückt und wie sich das anfühlt.

Volle Frauenkraft.

Und was soll ich sagen, es war toll! Gemeinsam mit guten Freundinnen und Frauen, die ich das erste Mal gesehen habe, hab ich einen wunderbaren Nachmittag verbracht. „Ibiza-Gate“ und die sich darin ausdrückenden männlich patriarchalen Prinzipien von Macht (Beschreibung von „her“ geklaut) waren für ein paar Stunden vergessen. Und getragen von der mich umgebenden weiblichen Energie hat mein post-operativer Körper Dinge vollbracht, die ich zu diesem Zeitpunkt niemals für möglich gehalten hätte. Vor lauter Glück, Erstaunen und Dankbarkeit sind mir bei der Abschlussrunde gleich ein paar Tränen über die Wangen gelaufen.

Am nächsten Tag hab ich etwas ausprobiert, das mich schon lange irgendwie interesiert. Ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie zieht mich Kakao an. Vielleicht deshalb, weil ich noch immer auf der Suche nach einem zufriedenstellenden Kaffee-Ersatz bin, vielleicht ist es aber auch mehr. Keine Ahnung.

Auf jeden Fall war ich bei einer Kakao-Zeremonie. Das Erlebnis war toll. Der Kakao (gemacht nur mit purem Kakao, Wasser und Kokosblütenzucker) war wahnsinnig lecker, und die meditativen Stunden herrlich entspannend und beflügelnd. Seit langem habe ich mal wieder wirklich meditiert. Ich habe – vielleicht wegen des Kakaos, vielleicht wegen des Gleichklangs in der Gruppe – auch immer wieder einen Zustand erreicht, den man auch „Meditieren“ nennen kann: ganz da, aber auch ganz weg, voll im Moment, ohne Gedanken, ohne Zeit und Raum. Wer das schon einmal erlebt hat weiß, welche Ruhe und welches Glück das einem beschert.

Tiefe Verbundenheit.

Sehr schön war auch, dass diese Zeremonie von einer beeindruckenden Frau geleitet wurde. Außerdem bestand die Gruppe auch „zufällig“ nur aus Frauen. Ich denke, gerade das hat uns allen zu noch mehr Offenheit verholfen, und auch in der Abschlussrunde zu diesem Abend sind Tränen der Dankbarkeit gekullert – nicht nur bei mir.

Ich habe an diesen beiden Tagen so viel Verbundenheit gespürt. Beim Yoga-Retreat Verbundenheit zu den mich umgebenden starken, liebevollen und mutigen Frauen. Bei der Kakao-Zeremonie eine unheimlich starke Verbundenheit zur wilden, aufregenden, furchtlosen Frau in mir selbst. Sowas gibt Kraft, sowas ist inspirierend, und ich sprudle über vor Ideen.

In den nächsten Wochen werde ich versuchen, all diese Ideen in Bahnen zu lenken, zu Boden zu bringen und sie dann mit Euch zu teilen. Wie ich das gemeinsam mit Martina von grains beim Yoga & Frühstück im Frühling mit dem Thema #femalepower schon getan habe, möchte ich auch in Zukunft spezielle Angebote für Frauen machen. Weil es mir einfach ein Anliegen ist, das Weibliche und die feminine Kraft in der Welt zu stärken. Da freu ich mich drauf!

(Foto von Becca Tapert auf Unsplash)
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