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GLAUBEN. WISSEN. HOFFEN.

• GLAUBEN. WISSEN. HOFFEN. •

Den Reaktionen, die ich nach meinem letzten Blogbeitrag bekommen habe, zu entnehmen, habe ich mit meinen Gedanken zur Kirche einen Nerv getroffen. Ich habe aber auch gemerkt, dass der Inhalt dessen, was ich geschrieben habe, ganz unterschiedlich aufgefasst wurde. Damit jetzt keine Missverständnisse aufkommen, möchte ich heute noch einmal etwas zu dem Thema schreiben. Aber nichts mehr zur Kirche selbst – da fühle ich mich wirklich nicht in der Position, zu urteilen – sondern ganz einfach dazu, wie ich das Leben sehe und woran ich glaube. Oder wovon ich vielmehr überzeugt bin.

In meinen Ausbildungen im Yoga und Impuls-Strömen habe ich mich intensiv mit den – für mich – großen Fragen des Lebens beschäftigt. Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Warum passiert das Leben so, wie es passiert? Was hat das alles für einen Sinn? Was ist meine Aufgabe hier?

Und ich bin für mich zu Antworten gekommen. Ich bin überzeugt davon, dass es mehr gibt als das Sichtbare oder Messbare, dass wir Menschen mehr sind als Körper und Geist. Ich bin überzeugt von einem unsterblichen Bewusstsein (oder lass es uns auch Seele nennen) und davon, dass wir darüber alle miteinander verbunden sind. Dass das etwas Größeres, Höheres ergibt als uns selbst. Man kann das auch „Gott“ nennen, der Begriff fühlt sich für mich nur nicht stimmig an, weil er ein Gefühl von Dualität, von Getrenntsein bei mir auslöst, sofort das kindliche Bild eines alten Mannes in den Wolken in meinem Kopf entsteht, was nichts mit der Größe dessen zu tun hat, was ich meine.

Ich bin überzeugt vom Guten, dass alles, was wir tun aus einer guten Absicht heraus passiert. Liebe und Freude sind unser Antrieb. Aber ohne Klarheit und Weisheit wird aus einer guten Absicht halt ganz oft etwas ganz Blödes… Ich bin überzeugt vom Prinzip Ursache & Wirkung. Jede Handlung, die wir jemals setzen, hat eine (Aus-)Wirkung, die wir irgendwann, wenn die Zeit reif ist, erfahren werden. Was uns im Leben passiert, ist weder Zufall noch Schicksal, sondern Wirkung unserer Handlungen in diesem oder einem früheren Leben. Nur diese Überzeugung macht es mir möglich, mein oder anderer Menschen Leiden anzunehmen als das, was notwendig ist, um uns weiterzubringen, Wirkungen aufzulösen und zu wachsen. Und ich habe gelernt, Krankheit und auch den Tod nicht als „böse“ wahrzunehmen, sondern als Wegweiser und Teil der Entwicklung jedes Einzelnen.

Meine oberste Maxime ist Eigenverantwortung. Nur wer sein Leben eigenverantwortlich annimmt, wie es ist, statt die Schuld für sein Leiden irgendwo im Außen zu suchen, kann froh werden. Wir alle wollen selbstbestimmt leben, aber dafür ist es auch notwendig, die Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen. Das ist mir wichtig, das so in meinem Leben zu leben, und vielleicht andere zu inspirieren. Aber ich habe keine „Mission“. Mir ist wichtig, allen Menschen – egal woran sie glauben – zuzuhören und sie dabei zu unterstützen, vom Außen ins Innen zu kommen, zu sich selbst – ihrem wahren Selbst, ihrem ICH – zu kommen. Und genau das ist auch der Grund dafür, dass es zu dem Namen STUDIO ICH gekommen ist.

 

(Foto von Hanneke Laaning auf Unsplash)
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